Wie viel Marktvolumen hat dein Startup?

Du hast die Absicht, ein Startup zu gründen? Dann bist du hier genau richtig. Gerade angesichts der voranschreitenden Digitalisierung hierzulande gibt es für Gründer viele Perspektiven. Lass dich nicht von dem, wofür du brennst, abhalten. Schon viele vor dir haben es geschafft. Hier erfährst du, was hinter einem Businessplan steckt. Du findest hier einen Leitfaden. Darin erfährst du, wie du dein Marktvolumen, respektive das Marktpotential, ermittelst. In einfachen Worten leiten wir dich an, was Schritt für Schritt zu tun ist.

Marktvolumen bestimmen und Potenzial erkennen

Um als Gründer erfolgreich zu sein, ist die wichtigste Grundvoraussetzung Kompetenz. Neben dem eigenen Fachwissen kommt es auf die einzigartige Geschäftsidee an. Das Zauberwort heißt hier Alleinstellungsmerkmal. Damit ist gemeint, dass sich ein Gründer mit seinem Business eindeutig von Mitbewerbern abhebt.
Jetzt brauchst du noch Startkapital und ein Quäntchen Glück. Dann kannst du bald schon durchstarten. Zuvor gibt es hier alles Wissenswerte zum Thema Marktanalyse und Businessplan.

Das bedeutet Marktvolumen bestimmen

Unter Marktvolumen bestimmen versteht man die Geldsumme, welche mit dem Angebot innerhalb einer gewissen Zeit umgesetzt wird. Diese Definition ist entscheidend für den Businessplan. Auf dessen Basis ist abzusehen, ob die Geschäftsidee genug einbringt, um die Liquidität langfristig zu sichern.

1. Analyse der Zielgruppe

Welche Bedürfnisse und Wünsche stehen bei der potenziellen Kundschaft im Vordergrund? Das Beantworten dieser Frage ist unumgänglich für ein kundenorientiertes Angebot deiner Produkte oder Dienstleistungen. Gleichzeitig ist sie richtungsweisend bei der Marktanalyse und somit auch für das rechnerische Ermitteln des Marktvolumens.

2. Den Markt analysieren

Für eine systematische Marktanalyse ist es ratsam, den Fokus auf fünf Bereiche zu legen.

2.1. Die Rahmenkonditionen

Hier gilt es festzulegen, welche Bedingungen grundsätzlich für das Unternehmen am Markt herrschen werden. Dazu gehören beispielsweise aktuelle rechtliche Bestimmungen, Zeitgeist sowie technologische Errungenschaften.

2.2. Branchenkenntnisse

Genaustens zu analysieren ist die aktuelle Wirtschaftslage. Was hat sich wirtschaftlich getan und welche Trends zeichnen sich ab?

2.3. Marktanalyse und Konsequenzen für den Absatz

Welche in Bezug auf den Markt verfügbaren Daten schlagen sich beim Umsatz nieder? Hier ist auch zu überlegen, ob der geplante Standort für den Vertrieb und das Angebot der geplanten Dienstleistung oder des neuen Produktes geeignet ist.

2.4. Analyse von Zielgruppen

Wen soll das Produkt oder die Dienstleistung ansprechen? Wie müssen Waren oder Services gestaltet sein, um diese auf dem Markt zu etablieren?

2.5. Positionierung der Konkurrenz

Es ist sinnvoll, Stärken und Schwächen konkurrierender Mitbewerber zu kennen. Nur so gelingt eine erfolgreiche Positionierung des eigenen Unternehmens. Führe eine entsprechende Analyse für dich und deine Wettbewerber durch.


TIPP: Eine simple Methode für jegliche Art von Brainstorming und so auch in Bezug auf die Marktanalyse, ist eine Annäherung an das Thema mithilfe der W-Fragen:

  • Wer ist potenzieller Kunde?
  • Was braucht der Kunde?
  • Wo findet das Angebot von Verkauf oder Dienstleistung statt?
  • Wie viel Absatz ist realistisch?

Schau gerne auch in unser passendes Video:


3. Die Formel zur Berechnung

Willst du das Marktvolumen bestimmen oder einfacher ausgedrückt den Bedarf, so gibt es eine Formel dafür. Der Bedarf ist abhängig von Größen, die nicht grundsätzlich seitens des Anbieters steuerbar sind.
Marketing ist die beste Option, um auf das Marktvolumen Einfluss zu nehmen. Das geschieht durch Werbespots, Flyer Visitenkarte, über Social Media Kanäle und vieles mehr.

So geht’s:

Der Bedarf beschreibt Umsatzgrößen bzw. Absatzmengen. Für die Einschätzung des Marktvolumens gibt es eine simple Formel:
Marktvolumen= Produktion+ Import-Export

Nun benötigst du folgende Eckpunkte:

Die Anzahl der Käufer. Überlege hier, wie viele potenzielle Kunden in dem von dir gewählten Einzugsgebiet realistisch sind. Eine andere Variante besteht darin zu schätzen, wie viele Produkte du pro Kopf etwa verkaufst. Hier ist die goldene Regel Zahlen stets auf einen Zeitraum von 12 Monaten zu beziehen. Oft sind es nur Schätzwerte, da exakte Zahlen erst mit Aufnahme des Business zu erwarten sind. Im Internet werden Interessierte auf der Suche nach realistischen Zahlen bei vergleichbaren Branchenanbietern fündig.

Wir schlagen jetzt zwei Wege für die Ermittlung der Werte vor.

3.1. Die Top-down-Methode

Arbeitest du von oben nach unten, so bist du auf der Suche nach allgemeinen marktrelevanten Daten. Du konzentrierst dich bei deiner Recherche dann auf Informationen zu Verkaufsdaten von Branchen ähnlichen Wettbewerbern und passt diese auf dein Einzugsgebiet an. Auch demografische Angaben sind von Bedeutung. Vertreibst du zum Beispiel Produkte für Senioren, wäre interessant zu wissen, wie die Altersstruktur der Bewohner in Standortnähe aussieht. Auch der durchschnittliche Verdienst der für dich relevanten Region ermöglicht Rückschlüsse auf das für Konsumzwecke zur Verfügung stehende Einkommen. Anhand dieser Zahlen schätzt du das Marktvolumen ein. Du weißt dann ungefähr, wie viel du pro Jahr verkaufst.

3.2. Die Bottom-up-Methode

Mit diesem Ansatz ermittelst du recht exakte Zahlen, und zwar auf Grundlage echter Angaben zum Kundenverhalten innerhalb deines Marktes. Dafür führst du Befragungen mit potenzieller Kundschaft durch. Lade ein paar deiner Zielgruppe entsprechenden Personen zu einer Umfrage ein. Stelle dafür einen Gutschein als Dankeschön in Aussicht. Verliere deine Mitbewerber nicht aus den Augen. Ein Blick auf deren Internetauftritt verrät dir Wichtiges zu Bedarf an Dienstleistungen und Produkten deren Zielgruppe.

4. Das Marktvolumen bestimmen

Die Recherche gelingt, je mehr eigene Daten dir zur Verfügung stehen. Ergebnisse deiner Umfragen kombinierst du sinnvoll mit amtlich veröffentlichen statistischen Werten. So ergibt sich ein recht realistisches Bild der Marktlage. Relevante Daten gibt es z.B. hier:

  • Verbände von Branchen
  • IHK
  • Studien von Marktforschungsinstituten
  • Landes- und Bundesamt für Statistik

4.1. Größe des eigenen Marktanteils

Jetzt kennst du die Marktgröße. Überschlage nun, wie groß der Anteil deines eigenen Business am Ende realistisch gesehen ausfällt. Du kannst den Marktanteil, also deinen Beitrag zum Marktvolumen, nur schätzungsweise errechnen.

4.2. Absoluter Marktanteil

Daten für diesen Maßstab der Größe deines Anteils am Marktvolumen findest du in Reports. Der absolute Marktwert ist ein geeigneter Richtwert, wenn du deinen Businessplan schreibst.
Mit dieser Formel berechnest du den absoluten Marktwert:

dein eigener Marktanteil geteilt durch das gesamte Marktvolumen x100

4.3. Der relative Marktanteil

Er informiert darüber, wie hoch dein absoluter Marktanteil im Verhältnis zum absoluten Marktanteil deiner größten Konkurrenz ausfällt. Für diese Berechnung brauchst du daher die Daten deines größten Mitbewerbers. Hier ist die Formel:

Dein eigener Marktanteil geteilt durch den absoluten Marktanteil des Konkurrenten x100

In der Anfangsphase deiner Gründung ist der relative Anteil bezogen auf den Markt noch nicht relevant.

5. Tipps und Tricks

Vergiss nicht das Wichtigste: Sobald du deinen eigenen Anteil am Markt kennst, musst du diese Position bei der Finanzierung innerhalb deines Businessplans einrechnen.
Tolle Tipps und Tricks zum Thema findest du übrigens hier: Einen Businessplan erstellen lassen

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Fazit

Für deinen Erfolg als Unternehmer ist das berechnete Volumen bezogen auf den Markt richtungsweisend. Dafür sind die o.g. Formeln gute Tools. Nach Fertigstellung der Marktanalyse wird der Leser anerkennend bemerken, dass du die Marktlage und somit auch Perspektiven als Gründer sicher einordnen kannst. Das Erstellen der Analyse zwingt dich automatisch dazu, dich gewissenhaft mit deinen Produkten und den damit verfolgten Zielen auseinanderzusetzen. Gegenüber den Mitbewerbern hast du folglich den Vorteil, die Arbeitsweise und Angebotspalette der Konkurrenz zu kennen. Auf dieses Fundament lässt sich eine wirksame Marketingstrategie bauen. Viel Erfolg bei deiner Gründung.

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